Lost Places

“Der Geisterbahnhof von Homburg” (Saarland/Rheinland-Pfalz)

Die Stadt Homburg liegt von unserem Wohnort etwa 1 Stunde Autofahrt entfernt. Der Geisterbahnof liegt mitten im Wald im Homburger Stadtteil Jägersburg und verfällt zusehends. Er liegt genau zwischen den Orten Jägersburg, welcher noch dem Saarland zugehörig ist, und Waldmohr, welcher bereits zum Nachbar-Bundesland Rheinland-Pfalz gehört. Der Bahnhof verfügte zu aktiven Zeiten über fünf Gleise zur Personen- und Güterbeförderung, wovon heute nichts mehr zu sehen ist, da die Gleise abgebaut wurden.

Die Glanzzeit des Bahnhofs in Jägersburg endete mit der Rückgliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland. Es gab damals keine Waren mehr zu verzollen und auch der Personen- sowie der Güterverkehr ging zurück. 1981 wurde dann die Konsequenz gezogen und der Personenverkehr wurde aufgegeben, 1991, genau 10 Jahre danach, wurde auch der Güterverkehr eingestellt. Ende der 90er Jahre (genauer gesagt im Jahr 1996) fuhr die letzte Bahn nach Homburg.

Der Jägersburger Bahnhof wurde stillgelegt. Noch ein paar Jahre nach der Stilllegung kümmerte sich Herr Dick, der ehemalige Oberzugführer, um das Gebäude und seine unmittelbare Umgebung. Zu diesem Zweck hat er auch in dem leeren Bahnhofsgebäude gewohnt. Als Herr Dick aus Altersgründen seine Tätigkeit aufgeben musste, und sich niemand Anderes finden ließ, der das Bahnhofsgebäude hätte “in Schuss halten” können, verfiel das Gebäude sowie die unmittelbare Umgebung schnell.

Im Jahr 2012 wurde das Gebäude dann das Clubheim einer wilden Motorradgang. Endgültig zerfetzt wurde das ehemalige Bahnhofsgebäude im Verlauf eines Bandenkrieges, wodurch es von mehreren Kugeln getroffen wurde. Das hört sich aber grauenvoll an? Ja, aber ich darf Entwarnung geben! Es handelte ich dabei nur um Aufnahmen zu “Eine Hand voll Paradies” aus der Tatort-Reihe. Noch heute sind im Inneren des Gebäudes Spuren des damaligen Filmdrehs erkennbar.

Unbedingt zu beachten ist, dass sich der Zustand des Gebäudes seit dem Filmdreh in der Art verschlechtert hat, dass ein Betreten des Inneren lebensgefährlich sein kann. Es könnten lose Ziegel oder Steine herunterfallen. Die Gebäude des Bahnhofs in Jägersburg sind absolut baufällig und von einer Besichtigung ist daher dringend abzuraten!

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Das verfallene Hauptgebäude.
Das marode Hauptgebäude in s/w von der anderen Seite fotografiert.
Die Fenster sind geschlossen.
Ein rundes kleines Fenster wurde nicht verschlossen.
Ob dahinter wohl Herr Dick's Quartier war?
Ein Blick von Außen ins Innere des ehemaligen Bahnhofsgebäudes.
Neben dem Hauptgebäude steht ein kleineres Nebengebäude.
Frontansicht des kleineren Nebengebäudes.
Hier ist absolute Vorischt geboten!
Das Dach ist teilweise bereits eingebrochen.
Rückansicht des kleineren Nebengebäudes des Bahnhofs Jägersburg.
Vorsicht! Lose Ziegel könnten unvermittelt hinunter fallen!
Trotz offener Tür ist das Betreten der baufälligen Gebäude nicht anzuraten!
Der Blick von Außen in das Innere des Nebengebäudes.
Vom Inneren des Gebäudes nach Außen fotografiert! NICHT ZU EMPFEHLEN AUFGRUND DER BAUFÄLLIGKEIT!!!
Grafittis schmücken die beiden leerstehenden Gebäude heute.

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